Versprochen und gehalten

 

Das GEGENGEWICHT hat vor der Wahl versprochen Geld, welches im Rahmen der Wahlbewerbung übrigbleibt, dem Kindergarten und der Kinderkrippe zu spenden. Wir haben gut gewirtschaftet und so konnten wir unser Versprechen, wie schon 2016, wieder einlösen. 

Am 11.3.2022 wurde nunmehr unsere Spende in der Höhe von 300.- € von unserer Gemeinderätin Michaela Rittler und unserer Ersatzgemeinderätin Karin Egger im Rahmen einer kleinen Feier an Kindergarten und Kinderkrippe, sehr zur Freude der Kinder, übergeben.

 

Bilder von links nach rechts:

Bild1: Tanten und Gemeinderätinnen Desirée, Michaela, Karin und Hedi

Bild 2: Der "Scheck" über 300.- €

Bild 3: Alle Kinder des Kindergartens und der Kinderkrippe mit ihren Tanten Desirée, Annina, Brigitte, Hedi und Freya


Was kann die Sonne in Gnadenwald?

Ein Erfahrungsbericht mit einer Photovoltaikanlage für ein Haus und 2 E-Autos in Gnadenwald.

 

Gnadenwald ist ein besonderer Ort. Gemeint ist an dieser Stelle ausnahmsweise nicht die hervorragende Lebensqualität unseres Dorfes, sondern die Lage bezogen auf die Zahl an Sonnenstunden. Der Solaratlas für Tirol zeigt, dass Gnadenwald ca.17 % mehr Sonnenstunden als der Durchschnitt Tirols aufweist. Was liegt daher näher, als über die Errichtung einer Photovoltaikanlage nachzudenken. Ende 2017 wurde diese Anlage, auch zu Versuchszwecken und Aufbau von Know-how, errichtet.

 

Am Beginn einer derartigen Investition stehen aber immer Daten, Fakten und die Frage der richtigen Dimensionierung der Anlage.

 

Eine richtig dimensionierte Photovoltaikanlage ohne Stromspeicher kann den jährlichen Strombezug bei einem Energieversorger um ca. 30 % reduzieren. Heißt, dass 30 % des Stromes selbst erzeugt werden, der Rest kommt nach wie vor vom Energieversorger.

Mit einem eingebauten Stromspeicher lässt sich der Verbrauch von eigenem Strom von ursprünglich ca. 30 % pro Jahr auf ca. 70 bis fast 90 % verdoppeln bis verdreifachen. 

Technische Daten der Photovoltaikanlage mit Stromspeicher:

Leistung Photovoltaikanlage: 20 KWp

Jahresstromerzeugung: ca. 21 MWh

Zahl der Module: 65

Belegte Dachfläche (Richtung O/ S/ W): Ca. 100 m2

Stromspeicher: 92 KWh (Anschluss 380V 3-phasig, interne Spannung 48V)

Maximale Ladeleistung des Stromspeichers: 20 KW

Maximale Entnahmeleistung des Stromspeichers: 20 KW

Der jährliche Durchschnittsverbrauch eines Einfamilienhauses in Österreich liegt, je nach Größe, ungefähr zwischen 6 und 10 MWh (Megawattstunden). Im konkreten Fall unseres Beispiels liegt dieser Jahresstromverbrauch des Hauses mit ca.13 MWh etwas höher, da praktisch der gesamte Energiebedarf des Hauses, also auch Warmwasser und Teile der Heizung, elektrisch abgedeckt wird.

 

Ein E-Auto benötigt bei ca. 12.500 km Jahreslaufleistung in etwa 2 MWh Strom pro Jahr. Macht im konkreten Fall bei 2 E-Autos, zu Hause geladen, 4 MWh zusätzlichen Stromverbrauch aus. Insgesamt kommt man damit auf einen Gesamtverbrauch des Hauses inklusive 2 Elektroautos von ca. 17 MWh / Jahr.

In der untenstehenden Graphik für das abgelaufene Jahr 2021 sieht man eine Darstellung dieser Werte. Der obere Teil der Graphik ist die Verbrauchsseite, der untere Teil die Stromerzeugung der Photovoltaikanlage.

ROT: Stromlieferung durch Stromversorger

ORANGE: Batteriespeicher Laden und Entladen

GELB: Netzeinspeisung bei Überschuss

GRÜN: Direktverbrauch bei Sonneneinstrahlung

Linke Spalte:

Gesamtstromverbrauch Haus + 2 x E-Auto: 17.224 MWh

Lieferung Strom durch Stromversorger: 1.891 MWh

Eigenerzeugung Photovoltaik + Stromspeicher: 15.333 MWh

Batterieentladung: 7.987 MWh

Direktverbrauch: 7.346 MWh

Grad der Selbstversorgung des Hauses: 89 %

 

 

Rechte Spalte:

Gesamtertrag Photovoltaik: 21.292 MWh

Eigenverbrauch: 16.699 MWh

Batterieladung: 9.567 MWh

Netzeinspeisung: 4.678 MWh

Eigenverbrauchsquote: 78 %

Direktverbrauch bei Sonneneinstrahlung: 35 %

 


Zur wirtschaftlichen Seite der PV-Anlage in diesem Artikel lässt sich sagen, dass sich diese in etwa 8-9 Jahren refinanziert. Dieser Refinanzierungszeitraum ist vor allem abhängig von der jeweiligen Fördersituation durch Bund oder Land für Photovoltaikanlage und Stromspeicher und muss ständig individuell und aktuell geprüft werden.

 

Im speziellen Fall konnte eine 25 %-ige Förderquote für die Photovoltaikanlage und eine 50 %-ige Förderquote für den Stromspeicher zur Anwendung gebracht werden. Als größter Teil gehen natürlich die zu 89 % wegfallenden Stromkosten in die Berechnung der Refinanzierung ein. Eine Refinanzierung der Anlage über Einspeisung ins Netz wird mittel- bis langfristig keinerlei Rolle mehr spielen, da die angebotenen Einspeistarife auf Sicht gegen Null gehen. 

Die Refinanzierung der Photovoltaikanlage wird aber auch von den beiden E-Autos mitgetragen. Unter der Annahme gleicher Anschaffungskosten der E-Autos im Vergleich zu gleichwertigen Verbrennern erbringen staatliche Förderungen, der Wegfall der mororbezogenen Versicherungssteuer, der Wegfall der Nova, die niedrigere Mehrwertsteuer von 20 % gegenüber 32 %, der komplette Wegfall von Servicekosten und die wegfallenden Spritkosten einen wesentlichen Beitrag zur Refinanzierung der Photovoltaikanlage samt Stromspeicher.

 

Und muss einmal auswärts getankt bzw. geladen werden, dann bezahlt man zur Zeit für den dafür benötigten Strom auf 100 km nur 1/4 bis 1/5 des Preises von Benzin oder Diesel für die gleiche Distanz.

Zu der oben dargestellten Photovoltaikanlage mit Stromspeicher gehören auch 2 E-Autos, die, wenn sie in Gnadenwald sind, in der eigenen Garage geladen werden. Dazu wurden zwei intelligente 11 KW Wechselstrom Ladestationen (Wallboxen) in der Garage installiert.

 

Diese erlauben über den klassischen Typ2 Stecker eine Ladung der Fahrzeuge mit bis zu 16 A Wechselstrom. Das System ist von den Anschlusswerten her so ausgelegt, dass auch beide Autos gleichzeitig mit bis zu 11 KW geladen werden können. Da der Stromspeicher des Hauses eine Dauer-Entladeleistung von 20 KW besitzt, kann bei gleichzeitiger Maximalladung beider Fahrzeuge praktisch der gesamte Ladestrom bei Bedarf der Batterie entnommen werden. Der fehlende Rest von 2 KW käme dann vom Stromversorger.

 

Die Ladestationen sind über 380 V Drehstrom an das Starkstromnetz des Hauses angebunden. Beide Wallboxen sind über eine Netzwerkverbindung mit der Photovoltaikanlage und mit dem Batteriespeicher für Steuerfunktionen verbunden. Gesteuert wird die Anlage und der Ladevorgang über eine App am Mobiltelefon.

Graphik: Monatliche Laderate der beiden E-Autos. (X-Achse Monate, Y-Achse 0 bis 275 kWh, Jahr 2021)

Der Energiebedarf beider Fahrzeuge war im Jahr 2021 bei vergleichsweise ähnlicher Kilometerleistung pro Jahr (ca. 12.500 km) in etwa gleich (1,56 MWh und 1,72 MWh). Eine direkte Rückrechnung auf den Energieverbrauch der Fahrzeuge ist aus diesen Angaben nicht möglich, da die eigene Garage nicht die einzige Ladestelle der Fahrzeuge ist. Auf längeren Strecken wird natürlich auch auswärts geladen.

 

Für eine Aussage wieviel ein E-Auto im realen Fahrbetrieb Strom verbraucht zieht man besser die Angaben aus den Fahrzeugen heran. Im einen Fall liegt der durchschnittliche Verbrauch bei ca. 15,4 KWh pro 100 km, im anderen Fall bei ca.17,8 KWh auf 100 km. Der aus diesen Angaben berechnete "Spritpreis" des E-Autos, würde man den Strom ganz normal beim Stromversorger beziehen (21 Cent / KWh), wäre somit ca. 3,50 € auf 100 km gegenüber ca. 12,00 € in Diesel oder Benzin (z.B.: 1,50 € / Liter und 8 Liter / 100 km). Also 8,50 € auf 100 km gespart.

 

Durch die Photovoltaikanlage mit Stromspeicher wurde über das gesamte Jahr bei beiden Fahrzeugen nur ein verschwindender Teil des Ladestroms vom Stromversorger bezogen (ca. 10 %), der Löwenanteil kam direkt vom Dach (ca. 60 %) und aus dem Batteriespeicher (ca. 30 %).


Von Kupfer zu Glasfaser -

Der schrittweise Ausbau des Festnetz-Internet in Gnadenwald

 

Wie wäre es für Gnadenwald in Zeiten der Pandemie gelaufen ohne die 2019 / 2020 erfolgte Beschleunigung der bestehenden Internet-Festnetzanschlüsse in alter Kupfertechnik. Vor dem Ausbau hatten wir in Gnadenwald ca. 5 Mbit/sec Bandbreite über einen Festnetzanschluss, jetzt zwischen 40 und 100 Mbit/sec.

 

A1 Telekom Austria hat, unter anderem auf Bitte des GEGENGEWICHTs, die bestehenden Festnetzzugänge rasch und unbürokratisch ausgebaut und beschleunigt.

 

Die Beschleunigung der alten Kupferleitungen kann aber nur ein Zwischenschritt gewesen sein.

 

Aus Sicht des GEGENGEWICHTS benötigt Gnadenwald einen schrittweisen Neuaufbau der Internet-Architektur in modernster Glasfasertechnik. Im Prinzip einen Glasfaseranschluss für jedes Grundstück, für jedes Haus, für jede Wohneinheit.

 

Gemeinsam mit den beiden anderen Gemeinderatsfraktionen wurde daher in der Gemeinderatssitzung vom 16.9.2021 der einstimmige Beschluss gefasst einen ersten, wichtigen Schritt in diese Richtung zu gehen: Die Erstellung eines Masterplans für eine gesamtheitliche Glasfaserinfrastruktur für ganz Gnadenwald.

 

Dieser Masterplan ermöglicht dem Gemeinderat die Größenordnung des Projektes, die Mengengerüste und den Finanzaufwand korrekt abzuschätzen und die richtigen Entscheidungen für einen schrittweisen Aufbau der Glasfaser-Infrastruktur zu treffen.

 

Für den Bereich Omastaweg wurde die von der Gemeinde in früheren Jahren verlegte Glasfaser-Leerverrohrung "wiederbelebt". Das GEGENGEWICHT konnte, nachdem in der Gemeinde leider keinerlei Unterlagen über die damaligen Verlegearbeiten vorhanden waren, hinreichend genaue Pläne bei den damals ausführenden Firmen ausheben.

 

A1 Telekom Austria konnte so im Jahr 2020 für die Anwohner am Omastaweg erste Internetanschlüsse in Glasfasertechnik realisieren und in Betrieb nehmen.

 

DAS GEGENGEWICHT konnte somit, unserem Wahlprogramm für die Gemeinderatsperiode 2016 bis 2022 entsprechend, entscheidend mithelfen diese technische Weiterentwicklung für unsere Gemeinde auf den Weg zu bringen.

 


Die erste Photovoltaikanlage der Gemeinde auf unserem Vereinshaus

Auf dem Dach unseres Vereinshauses entstand die erste Photovoltaikanlage der Gemeinde. Basis dafür ist ein Gemeinderatsbeschluss, der einstimmig, also auch mit den Stimmen des GEGENGEWICHTs, gefasst wurde.

Mit dieser Anlage soll ein Großteil des Strombedarfs des Vereinshauses, der Feuerwehr, der Volksschule, des Kindergartens und der Kinderkrippe abgedeckt werden.

Darüber hinaus ist diese Investition in Photovoltaik auch ein Beitrag unserer Gemeinde, um die angestrebten Klimaziele zu erreichen.

Die Größe der Anlage beträgt ca. 45 kWp und sie ist auch für einen Stromspeicher vorbereitet. 

Bild 1 bis 5: Installation der ersten Photovoltaikanlage der Gemeinde auf dem Dach des Vereinshauses


Unser GUSTL 

Unser GUSTL wurde am 24.9.2021 feierlich eröffnet und steht allen GnadenwalderInnen von nun an 24 Stunden, rund um die Uhr, als lokaler Nahversorger zur Verfügung. 

Bilder: Reihenfolge von links oben nach rechts unten.

Bild 1: Andreas Giner (Thaur). Der Erfinder des Gustl, Bild 2: Bgmin Heidi Profeta und GRin Michaela Rittler beim "Testeinkauf", Bild 3: Unser Gnadenwalder GUSTL, Bild 4: Die Eröffnung, Bild 5,6: Das Innenleben unseres Gnadenwalder GUSTL

Gnadenwald leidet seit vielen Jahren unter der Abwesenheit eines lokalen Nahversorgers. Andreas Giner aus Thaur hatte dazu vor einiger Zeit eine brilliante Idee. Ein umgebauter Container, voll mit den wichtigsten Dingen des täglichen Nahrungsmittelbedarfs, wird zum modernen, lokalen Nahversorger.

 

Auf Initiative unserer Bürgermeisterin wurde mit Andreas Giner Kontakt aufgenommen und

Das GEGENGEWICHT konnte mithelfen, dass die Initiative für einen kleinen, lokalen Nahversorger in Gnadenwald nunmehr erfolgreich umgesetzt werden konnte.

 

Die Eintrittskarte in den Container ist eine normale Bankomatkarte. 24 Stunden - rund um die Uhr - und 365 Tage im Jahr. Bezahlt wird an einer Scannerkasse, ebenfalls mit der Bankomatkarte oder bar.

 

GUSTLs Standort: Direkt am Parkplatz beim Gemeindeamt