Alles Bestens?

Liebes Tagebuch,

 

ich mache mir große Sorgen.

 

Im Februar 2016 schreibt ein Experte der Wildbach- und Lawinenverbauung der Behörde, dass er zur Kontrolle in Gnadenwald war, und dass mit dem Hasen- und dem Schrammbach und der Kultivierung Speckhöfe, bis auf ein paar Kleinigkeiten, alles in Ordnung ist. Er sagt aber auch, dass das Wasser so schlecht versickert. Das können wir in Gnadenwald bestätigen. Wir sehen es, immer wenn es regnet, dass das Wasser nicht richtig versickert. Das zeigen auch unsere Fotos in der Rubrik "Information".

 

Als es 2012 / 2013 um die naturschutzrechtliche Genehmigung der Kultivierung ging, stand in den Gutachten der Experten, dass die Bachverbauungen und Geschiebesperren an den Bächen im Norden von Gnadenwald alle kaputt sind. Weiters stand da, dass die Bäche, in dem Zustand wie sie sind, eine ziemliche Gefahr für Gnadenwald darstellen, und dass die Gemeinde dringend um die Verbauung der Bäche bei der Behörde ansuchen muss, da die Verbauungen alle dringend gerichtet werden müssen. Von 2013 bis heute wurde aber nicht viel an den Bächen verbessert. Das weiß jeder in Gnadenwald. Und ein Ansuchen zur Verbauung gibt es bis heute nicht. 

 

Welchem Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung soll ich jetzt glauben. Dem, der 2012 / 2013 die kritischen Gutachten mit all den Hinweisen auf die Gefahren für Gnadenwald verfasst hat, oder dem, der im Februar 2016 der Behörde geschrieben hat, dass bis auf ein paar Kleinigkeiten eh alles in wunderbarer Ordnung ist ? 

 

Irgendwie mach ich mir echt Sorgen, weil ich das Gefühl habe, dass da etwas nicht so läuft wie es eigentlich laufen sollte.

 

Gott sei Dank hat die Frau Bürgermeister jetzt mit einem Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung telefonieren können. Und Gott sei Dank kommt jetzt der Experte der Wildbach- und Lawinenverbauung in die nächste Gemeinderatssitzung am 19.5.2016. Da werden wir ihn dann alles fragen können, was uns Gnadenwalder und die Anrainer der Kultivierung so beunruhigt. Und vielleicht bekommen wir ja die Antworten, die wir uns erhoffen. Dann können wir im Anschluss die besorgten Bürger beruhigen. Hoffentlich.

 

Und die Sitzung des Gemeinderats ist öffentlich. Wir erhoffen uns zahlreichen Besuch.